Photodynamische Therapie (PDT)

Photodynamische Therapie (PDT)


Hautkrebsvorstufen wie aktinische Präkanzerosen, Morbus Bowen, aber auch flache Basaliome können mit photodynamischer Therapie (PDT) behandelt werden. Bevorzugt kommt diese Methode zum Einsatz, wenn Hautareale großflächig betroffen sind oder wenn der Übergang von betroffener zu gesunder Haut nicht genau erkennbar ist. Zu den Vorteilen gehören Narbenfreiheit und gute ästhetisch-medizinische Ergebnisse.

Wie funktioniert PDT?

Eine unblutige vorsichtige Abtragung der krustigen Bestandteile wird mit einer Kürette vorgenommen, dann werden betroffene Areale mit einem Laser zur Verbesserung der Hautdurchlässigkeit perforiert (Fraxel), anschließend wird ein Lichtsensibilisator (Delta-Aminolävulinsäure = 5-ALA), das auch im menschlichen Körper natürlicherweise vorkommt, aufgetragen und mit einem lichtdicht undurchlässigen Verband für 3 Stunden eingeschlossen. In dieser Zeit nehmen geschädigte und bösartig veränderte Zellen den lichtsensibilisierenden Wirkstoff in hohen Konzentrationen auf, dabei reichern gesunde Zellen kaum von diesem Wirkstoff an und werden so geschont.

Anschließend werden betroffene Areale mit sichtbarem Licht im roten Wellenlängenbereich (570-1400nm) für 20-25min bestrahlt und durch eine Reaktion zwischen Licht und zu Porphyrin umgewandelte 5-ALA werden die betroffenen Zellen gezielt zerstört. Die Behandlung ist mit einer Wärmeentwicklung verbunden, selten sind deutliche Schmerzen zu spüren, welche unangenehm aber nicht gefährlich sind. Für maximale Linderung der Missempfindungen wird die Behandlung unter stetiger Kältezufuhr durchgeführt. In der Folge der Bestrahlung wird in den nächsten Tagen eine sterile Entzündungsreaktion ausgelöst, dies ist ein Zeichen der Immunaktivierung und ist positiv zu werten. Lichtbestrahlte Fläche soll noch 24 Stunden nach Behandlung vor Licht (auch Halogen) geschützt werden. Bei unangenehmen Schmerzen können leichte Schmerzmittel, z.B. Nurofen, Ibuprofen eingenommen werden. Die Abheilung mit vollständigem Abfallen der Krusten und Erneuerung der Haut dauert bis zu einer Woche, danach kommt eine gesunde und narbenfreie Haut zum Vorschein.

Eine bis zwei Behandlungssitzungen sind bei Hautkrebsvorstufen meist ausreichend. Bei oberflächlichen Basaliomen sind meist 2-3 Sitzungen erforderlich. Bei ausgedehnten Befunden (ganze Kopfhaut) wird in mehreren Segmenten bestrahlt. Wesentliche Vorteile gegenüber einer Operation oder Laserbehandlung sind Schonung der gesunden Haut und fehlende Notwendigkeit einer örtlichen Betäubung